Wir stellen uns vor:

Grundschule, 5. Stunde Handarbeitsunterricht: "Wir stellen Bommeln her". Die Farbauswahl der vorhandenen Wolle ist nicht wirklich toll. Also schwarz und weiß soll's sein. Zu Hause wird dann stolz eine große, fluderige Bommel präsentiert, die mir den Ausruf: "Sieht ja aus wie ein Hundefell" entlockt. Also den Namen hätten wir schon mal, fehlt nur noch der passende Hund dazu! Der war dann auch bald gefunden....

Zur Familie Mareile und Helmut Geers gehörte schon immer ein Hund. Der Erste war eine PON Hündin, die unser Leben fast 15 Jahre lang bereicherte. Dunja war quasi das 1., "fellige" Kind und bekam dann noch drei "echte" Kinder zum Behüten dazu. Nachdem wir sie auf ihre letzte lange Reise haben gehen lassen, war klar, daß ein Leben ohne Hund nicht geht. Nun gut, der Name war dank Handarbeitsunterricht schon da, jetzt nur noch den richtigen Wuff dazu finden....

Marianne Happel von der Schapendoes Zuchtstätte "Vom wilden Weidenwald" bescherte uns schließlich den Osterhund "Bommel".

Unsere "kleine Schwarze" brachte uns viel Spaß und Freude ins Haus. Angefangen bei Schulausflügen mit Grundschülern, Unterrichtsbesuchen, Ski- und Radtouren, Agility und Trickkursen, haben wir viel Schönes zusammen erlebt. Dazu war Bommel eine ganz liebe, anhängliche und kuschelige, manchmal aber auch eigenwillige und stolze Vertreterin ihrer Rasse, die man einfach gerne um sich hatte. Hier zeigt sich, dass Schapendoes einfach tolle "Menschenbegleithunde" für jede Lebenslage sind.

Von Marianne kam dann 2007 die Idee für einen zweiten Hund für die Geersleute. Wieder gab es den Namen lange vor dem Hundebaby: was paßt besser zu Bommel als "Mütze"! Als D-Wurf Kind natürlich "Die Mütze".

Nach Herrn Mohr's (er war lange Jahre Vorsitzender der "Interessengemeinschaft Schapendoes") Motto "vom Auge direkt ins Herz" und "Einer ist Keiner" wickelte sie uns ganz charmant um die Pfote. Wieder hieß es Welpenstunde, Hundeschule, Pferde, Kühe, Müllauto, Betonmischer, Fußgängerzone, Seilbahn und, und ... angucken. Halt alles, was das Leben so mit sich bringt. Lohn der Mühe ist eine ausgeglichene, freundliche, liebevolle und charakterstarke Hundepersönlichkeit, die die Herausforderungen eines Hundelebens souverän meistert.

Für unsere Mütze kamen auch noch Ausstellungen und Gesundheitsuntersuchungen dazu, bis der lange Weg zur Zuchtzulassung begangen war. Und auch die Menschen mussten und müssen sich stetig mit Seminaren und Büchern weiterbilden, um die Aufgabe als Züchter zu meistern.

Im März 2012 war es soweit: Mütze wurde zum ersten Mal erfolgreich gedeckt und im Mai durften wir die ersten Welpen in der Wurfkiste begrüßen. Unsere bisherigen Würfe und die vielen neu entstandenen Freundschaften zu den "Mini-BommelMützen-Besitzern" bereiten uns immer wieder Freude.

Klar, daß eines Tages eine MützeTochter hier für Verstärkung sorgen sollte. Drei Kinder, drei Hunde, das geht doch wohl....

Und zu Bommel und Mütze gehört auch schöne Wolle!

Unsere Mütze bescherte uns mit ihrem zweiten Wurf sieben kleine Hundemädchen und nur einen Jungen. Wie der A-Wurf, war auch der B-Wurf - diesmal mit einem charmanten französischen Papa - ein Sommerwurf.

Bei sieben Mädels gab es "Auswahl satt". Und eine schien es gespürt zu haben, überkletterte sie doch mit größter Selbstverständlichkeit unsere Welpenabsperrungen im Haus, um sich früh schon einmal den Rest der Heimat anzuschauen.

Ihre Namenswahl war in der Familie etwas schwierig, aber dank ihres französischen Papas Enzo konnten wir uns einen Tag vor dem Chippen endlich auf die "schöne Wolle" Belle Laine einigen. Da sie aber manchmal recht keck und frech war, rufen wir sie Leni.

Leni ist inzwischen selber großartige Mama geworden. Sehr instinktsicher und liebevoll hat sie, wie Mütze, ihre Würfe betreut und gesunden Welpen das Leben geschenkt.  Das ist nicht selbstverständlich und wir sind sehr dankbar dafür.

Mittlerweile sind unsere Kinder erwachsen. Die Namensgeberin und Rudelchefin der drei BommelMützenMädels Bommel hat im Herbst 2019 nach einem langen, schönen Hundeleben ihre letzte lange Reise angetreten. Sie bleibt liebevoll im Herzen. Und wir blicken gespannt  in die Zukunft, wer so alles noch bei uns im roten Haus wohnen wird......